MATER MELAHAT

Können Träume sich verändern?; Lo48, 230725, 18:03


Verändert sich der idealisierte Zustand, den wir als Kinder trugen, mit roten Wangen und der Unbekümmertheit des Augenblicks?
Oder sind es wir, die uns selbst anpassen – immerzu – im Takt der Zeit, um uns nicht in der Widersprüchlichkeit unseres Inneren zu verlieren?

Als Kind, als Jugendliche, als junge Erwachsene war der Horizont weit, unendlich fast – ein Spielplatz aus Möglichkeiten, die ich in die Welt hinauswarf, ohne zu wissen, wo sie landen würden. Ich sah mich draußen, auf einer grünen Wiese oder an einer blauen Küste, unter einem Horizont, der niemals endet, von der Wärme eines fernen Ortes umarmt.
Der Traum war ein Flug, der nie landete, strebend, suchend.

Doch die Jahre vergingen. Der Wind hat sich gelegt, und nun ist meine Sonne hier. Er hält meine Hand und flüstert mir zu: „Du bist angekommen.“
Und alles, was ich mir von diesem Leben erhoffe, ist, ihm zu folgen – nicht mehr die weite Welt zu suchen, sondern in seiner Nähe zu wachsen.

Wenn das bedeutet, für immer an diesem Fleck zu bleiben, dann soll es so sein.
Ich werde mich bräunen lassen von seinem Licht, werde Wurzeln schlagen in den Boden, der mich trägt.
Nicht die Reise in ferne Länder, sondern das Wachsen im Stillen – tief und fest, in der Gewissheit, dass ich hier alles finde, was ich brauche.
Vielleicht ist es nicht der Horizont, der weit bleibt, sondern das Innere, das unermesslich ist, immer weiter wächst – genau dort, wo ich stand, als ich zum ersten Mal meine Hand in die Sonne legte.